„Entlebuch Landeier“ besiegen im Team-Cup die Schweizerische Fernschachvereinigung und erreich damit das Achtelfinale. Mario wird dabei zum Matchwinner.

Dass er in Hochform ist hat er in den letzten Partien immer wieder gezeigt. Am Sonntag hat er dies einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Mario führte die Entlebucher im Team-Cup an und kämpfte am 1. Brett um den Einzug in den Achtelfinal.

Das erste Brett spielt beim Team-Cup (Vier gegen Vier – bei Unentschieden zählt der Sieg am vordersten Brett), eine essenzielle Rolle. Da es im Team-Cup nur einem Spieler pro aufgestellten Mannschaft erlaubt ist mit mehr als 2030elo (stand Jahresende) mitzuspielen ist dieses 1.Brett oftmals mit hochkarätigen Schachspielern besetzt.

Im Falle der Schweizerischen Fernschachvereinigung sass mit Toni Riedener (2039 elo) ein guter aber nicht übermächtiger Gegner am 1. Brett. Während Guido es mit dem etwa gleichstarken Deubelbeiss René (2035 elo) am zweiten Brett aufnahm, wiesen Manuel und Alfons (Brett 3 und 4) etwas mehr elo als ihre Gegner Nägelin Lars (1923 elo, U14) und Mayer Roger (1802 elo) auf.

In der Eröffnungsphase war auffallend, dass Mario und Guido nicht ihre gewohnten Eröffnungen spielten. Fernschachspieler sind dafür bekannt, dass sie die Schachtheorien gut kennen und es ist in der Folge ein probables Mittel mit Eröffnungen aufzuwarten welche nicht so bekannt sind.

Eine Taktik welche in diesem Fall nicht aufging. Mario geriet in einer spannenden Partie unter Druck. Guido wurde beinahe nach Belieben dominiert. Anstatt zu agieren war es an ihm zu reagieren. So war das sicherlich nicht geplant. Bei Manuel und Alfons sah die Geschichte besser aus. Manuel spielte eine Variante in welcher viele Figuren abgetauscht wurden und so ergab sich eine Remis verdächtige Stellung. Alfons konnte von Beginn an den Ton angeben und stand nach der Eröffnung schon sehr aktiv.

Es war dann auch Alfons welcher nach gut 3.5 Stunden den ersten Punkt für Entlebuch verbuchen konnte. Alfons hatte über weite Strecken Vorteile auf dem Königs- wie auch auf dem Damenflügel. Sein Gegner hatte sich zwar noch geschickt Versucht aus der Umklammerung der weissen Figuren zu befreien, doch Alfons spielte schnörkellos weiter und zwang seinen Gegner in die Knie.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Stellung von Manuel verbessert. Sein Gegner liess sich auf einen schlechten Tausch ein (1x Turm + 2x Bauer gegen 1x Springer + 1x Läufer). Das Läuferpaar von Manuel wurde nach dem trügerischen Tausch viel zu stark und es zerfetzte die drei zusammenhängenden Freibauern im nu. Es war der Beginn eines sehr langen Endspieles mit je 3 Bauern und dem Läuferpaar auf Manuels Seite sowie dem Turm auf der Gegnerseite.

In der Zwischenzeit kam die Partie von Mario zum Höhepunkt. Beide Spieler mussten versuchen in Zeitnot die besten Züge zu finden. Dies gelang Mario um einiges besser. Zu Beginn der Zeitnot stand er mächtig unter Druck und war darauf fokussiert, dass der Gegner seine Verteidigung nicht durchbrechen kann. Doch irgendwie schaffte Mario es zu kontern. Er startete seinerseits einen vernichtenden Angriff. Kurz nachdem der 40. Zug gespielt und somit die Zeitnot vorbei war, war auch die Partie vorbei. Mario setzte seinen Gegner Schach-Matt. Er entschied die Begegnung beider Teams damit vorzeitig. Beim Stand von 2:0 und dem Sieg am ersten Brett war den Entlebuchern der Einzug in das Achtelfinale nicht mehr zu nehmen.

Der Sieg von Manuel, er brachte sein Endspiel durch, rundete die gute Teamleistung ab. Guidos Partie schritt nur schleppend voran und war noch voll im Gange. Er kämpfte lange weiter, doch kam er nicht aus der misslichen Stellung heraus. Sein Gegner liess bei Guido nach ein paar nicht optimal gespielten Zügen zwar nochmals Hoffnung aufkommen. Schlussendlich reichte es Guido aber nicht. Er verlor seine Partie nach fast 5.5 Stunden Spielzeit.

Im letzten Jahr schieden die Landeier im Achtelfinal aus. Bleibt zu hoffen, dass es dieses Jahr weiter geht. Gespielt wird dieser nach der Sommerpause am 25. Oktober.

 

Entlebucher Landeier      -            Schweiz. Fernschachvereinugung

Brett 1:   Mario Meier        -           Toni Riedener         1-0

Brett 2:  Guido Schmid      -           René Deubelbeiss   0-1

Brett 3:  Manuel Meier      -           Lars Nägelin           1-0

Brett 4:  Alfons Lampart    -           Roger Mayer          1-0